ein paar Tage später

Ein paar Tage Abstinenz aus dem Pen and Paper Universum… und schon hat man eine komplette Version von Shadowrun verpasst.

Im Ernst, über 10 Jahre ist es her, dass wir die Rollenspielbücher in Kisten verstaut und beiseite gepackt hatten. Nun packte uns das alte Fieber wieder, ein paar alte “Recken” wurden beisammen getrommelt und über den Umweg Degenesis gelangten wir wieder zu Shadowrun. Passend, dass gerade die neue, mittlerweile fünfte Version, erschienen ist, und Pegasus Press uns den Einstieg preislich so leicht wie möglich macht.

Degenesis

Unser kleiner Ausflug in die postapokalyptische Welt von Degenesis bildete den Auftakt für unsere wieder erwachte Rsp-Begeisterung. Auch wenn wir nach drei Abenden beschlossen uns ein anderes System zu suchen, so war es doch die in sich stimmige Welt und das Feeling dieses Systems, dass uns zum weiterspielen animierte. Klar, das Regelsystem ist irgendwie vermurkst, und vom Setting mussten wir auch ein paar Aspekte außen vor lassen. Aber genau das sollte es ja auch sein, so ein Grundregelwerk: ein Baukasten, aus dem sich eine Gruppe eine eigene Spielwelt zusammen bastelt. Deswegen wird das keinesfalls die letzte Runde Degenesis gewesen sein, der wir uns widmen. Insbesondere angesichts der gerade erschienen Neuauflage…

Shadowrun 5

Jahrelang hatte SR 2.01D seinen festen Platz auf unserem Spieltisch. Die dritte Version wurde gekauft und offiziell auch verwendet. So richtig durchsetzen konnten sich die Neuerungen damals allerdings nicht. Wie auch immer, beide Editionen sind heute m. M. n. nahezu unspielbar. Das was die Macher sich in den 90ern zur Matrix bzw. dem Stand der Technik 2050 bzw. 2060 vorstellten, bekommt man heute in einem near and dark future RSP einfach nicht mehr über die Lippen. Ein Problem, das in SR5 allerdings elegant gelöst ist.

Und überhaupt, machte das neue Regelsystem beim ersten durchblättern einen äußerst attraktiven Eindruck. Früher hatte man als SL viele Stellschrauben, die es im Blick zu behalten galt. So gab es auf der einen Seite die Anzahl der Würfel, also den Würfelpool, und auf der anderen Seite die Höhe des Mindestwurfs. Dazu natürlich noch die Anzahl der erzielten bzw. zu erzielenden Erfolge.

In der neuen Version wurde die Variablenzahl drastisch reduziert. So beeinflusst man lediglich den Würfelpool. Jeder Würfel mit eine 5 oder 6 zählt als Erfolg. Die Anzahl der Erfolge bestimmt den Effekt. Dieser Grundgedanke zieht sich stringent durch alle Regelbereiche.

Auch so bleibt Shadowrun eines der komplexesten Regelsysteme. Doch angesichts der Aufgabe 3 Ebenen der Spielwelt, normale, magische und Matrixwelt, in Einklang zu bringen, ist das Resultat der Hammer!

Doch was wird aus unseren alten Büchern?

Tja, neben dem Aufbau der neuen Gruppe habe ich damit bereits eine Aufgabe gefunden. Die alten Abenteuer sind zu schade ihr Dasein weiter in einer Kiste auf dem Dachboden zu fristen. Portierungen sind in Arbeit und werden bei Zeiten hier erscheinen…

P.S.: Das Einzige, dass mich an SR5 so richtig annervt, ist der Character Sheet im Buch. So ein Schrott! Die Attribute lieblos in einer Tabelle untereinander geklatscht, wieder zu wenig Platz für Wummen und die zweite Seite kommt als Eier legende Wollmilchsau daher. Verlieren die Autoren zum Schluss immer die Lust?
… aber mal ehrlich: wenn’s sonst nix ist 😉
Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s